Menu

Auflösung

Er tat immer so geheimnisvoll im Wahlkampf. Der Bürgermeisterkandidat Hentschel. Er hätte zur Verbesserung der Bussituation in der Gemeinde Schönefeld angeblich interessante Gespräche geführt, mit Entscheidungsträgern. Dürfte aber erst nach der Wahl darüber reden. Beharrlich verweigerte Herr Hentschel weitere Auskünfte zu diesen Gesprächen. Angeblich hätte er das seinen Gesprächspartnern versprochen, damit das Gesamtprojekt nicht gefährdet wird. 
Manche dachten sogar, Herr Hentschel blufft, wo doch der Kandidat Olaf Damm angeblich alle Gespräche mit der BVG geführt hat, oder doch nicht?
Die Bürgermeisterwahl ist vorbei. Und jetzt erhielt Herr Hentschel das „OK“ von der Stabsabteilung Strategie und Public Affairs der BVG. Und jetzt folgt die Auflösung:
Also, derjenige, der in seinem Wahlkampf offensiv unter dem Titel „Für Sie geschafft“ behauptete, er hätte alle Gespräche mit der BVG geführt, hat tatsächlich nicht mit der BVG gesprochen.  
Das hat ja nun auch der Reporter von Antenne Brandenburg aufgedeckt, dass Herr Damm es an dieser Stelle mit der Wahrheit nicht ganz so eng nahm.
Hentschel hat hingegen am 12.07.2019 intensive Gespräche in Großziethen mit den BVG-Vertretern Herrn Gerd Huwe – Stabsabteilung Strategie und Public Affairs – und mit Herrn Axel Mauruszat – Sachgebietsleiter im Bereich Angebot Anschlussnetzkoordination geführt.
In den 1 ½ -stündigen Gespräch ging es um die Ist-Situation und den zahlreichen Fahrgastbeschwerden zur schlechten Anbindung der Gemeinde Schönefeld.
Aufgrund dieser Beschwerden gab es Gespräche zwischen den Verantwortlichen der RVS und der BVG. Die BiS-Demonstrationen zur Bussituation haben das Thema weiter beflügelt. Besprochen wurden 2 Linienführungen durch die Gemeinde Schönefeld sowie die notwendigen Veranlassungen zur Umsetzung.
Ist-Zustand
Der Ist-Zustand zeigt drei teilweise parallel verlaufende Buslinien sowie die fehlende Anbundung an den U-Bhf Johannisthaler Chaussee.
Bus 744
Dieser Bus wird künftig wieder den U-Bhf Johannisthaler Chaussee regelmäßig anfahren. Durch Großziethen geht es dann zum U-Bhf Rudow, über die Waltersdorfer Chaussee weiter durch Neu-Schönefeld  über Rathaus Schönefeld und S-Bhf Schönefeld zum BER. Der Bus fährt im 20-Minuten-Takt.
Bus 743
Dieser Bus startet am S-Bhf. Lichtenrade. Hier gibt es Einkaufsmöglichkeiten und ein Ärztehaus. Deshalb schied der S-Bhf. Schichauweg auch aus. Der Bus fährt auch über Großziethen, weiter nach Kleinziethen, über Waßmannsdorf, S-Bhf Schönefeld zum BER. Entgegen den Darstellungen auf den Wahlflyern des Bürgermeisterkandidaten Damm fährt dieser Bus im Stundentakt und nicht vom Schichauweg sondern vom S-Bhf Lichtenrade. Die Gemeinde Schönefeld könnte hier aber ÖPNV-Kilometer dazukaufen, so dass man vielleicht auch einen Halbstundentakt hinbekommt.
Weiteres Vorgehen
Herr Hentschel warb darum, dass sich beide Verkehrsgesellschaften die Streckenführungen im Wechsel teilen. Sollte bei der RVS wieder Fahrermangel herrschen, könnte die BVG zumindest jede zweite Taktung realisieren und umgekehrt. Die BVG sagte zu, dies zu berücksichtigen.
Start soll am 09. August 2020 sein. Bis dahin müssen die notwendigen Haltestellen gebaut und eingerichtet sein. Am Wichtigsten ist die Umsteigestelle am Netto-Kreisverkehr in Großziethen. Hier treffen sich die Busse 744 und 743. Der bisherige Umsteigeweg von derzeit 240 Metern ist zu weit. Hier muss kurzfristig ein Platz für eine gemeinsame Haltestelle gefunden werden.
Nach der Bürgermeisterwahl hat Herr Hentschel – vor dem Hintergrund der zahlreichen Fahrtausfälle auf Seiten der RVS  sofort Kontakt zur BVG aufgenommen, um in einem gemeinsamen Gespräch (neuer Bürgermeister, BVG und RVS) Möglichkeiten zu prüfen, ggf. auch schon früher Verbesserungen im Busverkehr für die Gemeinde Schönefeld zu realisieren. Die BVG zeigte sich gesprächsbereit. Die RVS wird angefragt.
Scroll to Top